Attraktives Coburg 2.0

1.0: 2008 traten die Jungen Coburger zum ersten Mal zur Stadtratswahl an und gewannen sofort das Vertrauen der Wähler für ein Stadtratsmandat.
Nur um wenige Stimmen verfehlten wir das zweite Mandat.

2.0: Bei den Kommunalwahlen 2014 wollen die Jungen Coburger nun drei Stadtratsmandate und damit Fraktionsstärke erringen. Als Team werden die Jungen Coburger im Stadtrat noch deutlicher eigene Akzente setzen und für den dringend erforderlichen neuen Schwung sorgen.

Die Jugend ist die Zukunft unserer Gesellschaft. Aus diesem Grunde müssen wir Stellung beziehen und eigene Vorstellungen entwickeln, um so unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Die Wählergruppe JUnge COburger e.V. praktiziert dies auf der Basis des christlichen Menschenbildes und dem Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Unser Ziel ist es, Interesse bei jungen Leuten für Politik und gesellschaftliches Engagement zu wecken, die Meinungen junger Menschen in der Stadt Coburg und den politischen Gremien unserer Stadt zu vertreten sowie uns für verantwortungsvolle und solidarische Politik zugunsten einer lebenswerten Zukunft in unserer Region einzusetzen. Wir wollen, dass viele Menschen Coburg für sich entdecken – sei es als Besucher oder gar als Lebensmittelpunkt. Denn Coburg kann mehr, als dies in den vergangenen Jahren von den etablierten Parteien zugelassen wurde.

In vielen Rankings nimmt Coburg einen der vorderen Plätze ein. Allerdings auch im Bereich Überalterung der Gesellschaft. Leider haben oft Streitereien der etablierten Parteien die Stadtentwicklung blockiert, sodass andere Städte aufholen oder gar an Coburg vorbeiziehen konnten. Wir stehen für einen transparenten und vermittelnden Politikstil zur Lösung von Interessenskonflikten zwischen Bürgern, Wirtschaft und den etablierten politischen Machtblöcken. Wir treten am 16. März 2014 bei der Stadtratswahl an, um für frischen Wind im Coburger Stadtrat zu sorgen! Dabei ist uns wichtig, dass in Coburg das Zusammenspiel der Generationen wieder stimmt. Unsere Ideen und Wünsche sind an den Menschen in Coburg ausgerichtet – gleich ob jung oder alt. Wir haben zugehört und die Menschen in unser Programm mit eingebunden. Zu oft ist der Bürgerwille in Coburg von einer Mehrheit im Stadtrat ignoriert worden. Wir wollen das ändern und die Coburgerinnen und Coburger wieder in den Mittelpunkt rücken. Die Menschen in Coburg haben es verdient, dass man Politik für die Menschen macht und nicht gegen sie.

Stadtplanung mit klaren Zielen und Prioritäten Durch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde eine Vorstellung geschaffen, wie Coburg in Zukunft aussehen soll. Das ISEK ist geeignet, viele Ziele, die wir in unserem Programm fordern, umzusetzen, aber es zeigt in zu viele Richtungen. Es gilt, die wesentlichen Punkte heraus- und schlussendlich abzuarbeiten. Eine Fokussierung und Prioritätensetzung sind insbesondere auch aufgrund der Sparzwänge nötig und im Sinne der Generationengerechtigkeit. Richtig umgesetzt kann die damit verbundene Beschäftigung mit den eigenen Stärken und Schwächen sowie die Beschränkung auf das Wesentliche auch eine Chance sein. Herausragende Bedeutung kommt nach unserer festen Überzeugung der Hochschule Coburg zu. Denn in der Zusammenarbeit mit der Hochschule verbirgt sich der Schlüssel zur Lösung vieler demographischer, wirtschaftlicher und städteplanerischer Herausforderungen. Vorrang muss in der anstehenden Amtsperiode vor allem das im ISEK aufgeführte Band für Wissenschaft, Technik und Design erhalten zur Verknüpfung der Wissenschaft mit der Wirtschaft und der Stadt. Bei Konzeption, Gestaltung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts sollen insbesondere die Hochschule und die Wirtschaft in einem offenen und transparenten Verfahren beteiligt werden .


Soziales, jugend- und familienfreundliches Coburg

Ungefähr jedes vierte Kind in Coburg lebt von Hartz IV oder von Sozialhilfe. Leider änderte sich diese erschreckende Zahl in den letzten Jahren trotz gesunkener Arbeitslosenrate nicht. Viele Familien stehen an der Existenzgrenze in unserer Stadt. Durch notwendige Unterstützungen kann und muss Menschen aus allen Altersgruppen geholfen werden.

• In der Zukunft wird es mehr denn je darauf ankommen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die Wählergruppe JUnge COburger e.V. ist sich der Tatsache bewusst, dass die Stadt Coburg momentan in der Kindertagesbetreuung und der Nachmittagsbetreuung eine Vorreiterrolle ausübt. Das bestehende wohnortnahe Angebot ist zu erhalten und für eine qualitativ hochwertige Betreuung Sorge zu tragen, um jungen Familien ein deutliches Signal zu geben, dass der Stadt Coburg an dem Zuzug junger Familien gelegen ist. Nachdem der quantitative Ausbau erfolgte, muss nun die qualitative Steigerung im Fokus stehen. Bildung darf uns nicht erst ab der Hochschule, sondern bereits bei den Kleinkindern etwas wert sein.

• Für Coburg ist ein sogenanntes Screening-Verfahren geplant, bei dem die Kinder im Kindergarten in ihren Fähigkeiten und in ihrem Entwicklungsstand getestet werden. Leider stellt sich die Durchführung etwas problematisch dar, da das Screening zusätzlich im Alltag der Kindertagesstätten integriert werden müsste und mit großem zeitlichem Aufwand verbunden ist. Das bestehende Personal müsste die Aufgaben übernehmen und würde dadurch in den Gruppen fehlen. Da dieses Projekt einzigartig für unsere Stadt ist, sollte hier Abhilfe geleistet werden. Wir schlagen vor, dass die Stadt Coburg für die Durchführung qualifiziertes Personal zur Verfügung stellt unter Einbindung örtlicher ehrenamtlicher Therapeuten. Das städtische Personal sollte das Screening federführend und koordinierend in allen Coburger Kindertagesstätten durchführen sowie den Eltern und Einrichtungen beratend zur Seite stehen.

• Wir fordern die Stadtverwaltung auf, auch in Zeiten klammer Kassen nicht auf wichtige Leistungen als Schulsachaufwandsträger zu verzichten. Insbesondere im Bildungsbereich darf nicht zurückgesteckt werden. Die Schulen sollen weiter saniert, modernisiert und auf dem höchsten Stand der Technik gehalten werden. Wir stehen klar für einen Unterricht, der von modernster Technik (z.B. Smartboards) profitiert. Denn Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg – auch in Bezug auf die Überwindung vieler sozialer Probleme.

• Viele Schulpausenhöfe sollten bewegungsanregender und kreativitätsfördernder gestaltet werden zur Vermeidung gesundheitlicher Probleme, Konzentrationsschwächen usw.

• Wir fordern langfristig die Einrichtung einer kostenlosen Schülerbeförderung ab dem ersten Meter Schulweg. Unsere Kinder sind unser höchstes Gut. Wir sollten sie auf dem zum Teil beschwerlichen und gefährlichen Schulweg nicht alleine lassen. Bislang wird die Busfahrt Schülern nur bezahlt, wenn sie mindestens drei km von der Schule entfernt wohnen. Für viele Kinder stellt diese Grenze angesichts eines gestiegenen Verkehrsaufkommens Tag für Tag ein ernsthaftes Risiko dar. Weiterhin würden wir damit die Verkehrsbelastung an den Schulen durch die allmorgendliche Ablieferung der Kinder durch ihre Eltern mittels eigenem Pkw extrem entschärfen.

• Oft haben Kinder aus einkommensschwachen Familien kaum Chancen auf Förderung ihrer einzelnen Stärken. Coburg bietet eine Fülle an Vereinen, die die Jugendlichen sozusagen von der Straße holen und sie in Ihrer Entwicklung begleiten und fördern. So gibt es beispielsweise viele Musikvereine, die eine Vielzahl an verschiedenen Stilrichtungen bieten. Oft ergeben sich daraus auch internationale Kontakte und daraus resultierende Freundschaften. Vielen Kindern und Jugendlichen bleiben diese Erlebnisse aber verwehrt, da sie sich weder ein Instrument noch Musikstunden finanziell leisten können. Es besteht für diese Familien jedoch das Angebot z.B. über das Bildungs- und Teilhabepaket an Instrumente und den damit verbundenen Musikunterricht zu gelangen (auch bietet die Musikschule Ermäßigungen für Coburg-Pass-Inhaber). Leider kennen viele Bürger diese Chancen nicht. Wir erachten es daher als notwendig, dass für derartige Angebote mehr Werbung betrieben wird, um so den Zugang betroffener Interessierter zu erleichtern.

• Die Integration wollen wir weiter stärken durch gezielte Projekte (z.B. Sprachpatenschaften zur besseren sprachlichen, aber auch sozialen Eingliederung). Integration beginnt bereits ab Geburt und ist in diesem Alter besonders erfolgversprechend. Schon hier müssen die Grundlagen gelegt werden – insbesondere beim Erlernen der Sprache. Daher halten wir es für wichtig, speziell ausgebildete Lehrpädagogen und bereits installierte Projekte weiter einzusetzen, die gezielt in Kindertagesstätten die Sprachentwicklung der Kinder fördern. Diese Sprachförderung sollte allerdings nicht unbedingt vom Migrationshintergrund abhängen.

• Zudem fordern wir eine weitere finanzielle Unterstützung des Ehrenamtes. Beispielsweise bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem BRK, ASB und THW, etc.darf nicht aus Kostengründen an einsatztaktisch wichtigen Fahrzeugen und Kleidung gespart werden. Nicht zuletzt hat der glimpflich ausgegangene Großbrand in der Herrngasse gezeigt, was diese hohe technische Ausrüstung der Coburger Feuerwehr für die Stadt Coburg und deren Bürgern bedeuten kann.

• Als erste politische Gruppierung setzten wir uns bereits vor vielen Jahren offen für das Projekt stationäres Hospiz in Coburg ein. Dies tun wir auch weiterhin. Kranke Menschen haben ein Anrecht, würdevoll im Kreise ihrer Familie zu sterben.

Menschengerechte Stadt - Lebensmittelpunkt Coburg

Eine attraktive (Innen-)Stadt ist das Aushängeschild einer Kommune im Werben um junge Menschen. Eine gute Stadtentwicklung orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen, die in der Stadt wohnen. Da die Interessen sich oftmals widersprechen, muss ein gerechter Ausgleich geschaffen werden. Coburg ist eine liebenswerte und lebenswerte Stadt. Sie muss aber noch an vielen Stellen attraktiver werden. - Wir wollen eine lebendige, pulsierende Innenstadt mit einer florierenden Einkaufszone, vielfältigen und kulturellen Angeboten sowie einer hohen Wohnqualität, in der sich alle Altersgruppen wohl fühlen. Dazu tragen möglichst viele Grün- und Ruhezonen, vielfältige Gastronomie – auch Außengastronomie – sowie Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendtreffs bei. Die Innenstadt muss als Wohnbereich auch für Familien attraktiv bleiben. Die Verschönerung z.B. des Oberen Bürglasses (begrünen) und des Steinweges (siehe Abschnitt Freizeit) sowie Sanierungen und Lärmdämmung sehen wir als Notwendigkeiten an.
• In ganz Coburg bedarf es eines attraktiven Wohnumfeldes und des Zugangs zu Nahversorgern (Stadtteilläden) sowie eine soziale Anbindung von Problembereichen. Die Stadtteile müssen eine Aufwertung erfahren.

• Gute Erreichbarkeit für alle – auch für alle Altersgruppen übergreifend – ist eine unabdingbare Voraussetzung. Hierzu zählt u.a. Barrierefreiheit für Senioren und junge Familien – u.a. eine durchgängige ebenerdige Spur vom Steinweg bis zum Markt. Gute Erreichbarkeit muss mit allen Verkehrsmitteln gegeben sein – auch mit dem Pkw.

• Wir fordern umfassende Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt, z.B. ein Programm gegen leerstehende Geschäfte.

• Als unbedingt erforderlich erachten wir eine bessere infrastrukturelle Anbindung der Hochschule an die Stadt. Wir schlagen hierzu einen Wettbewerb für Architekturstudenten zu einer Fußgängerbrücke über die Schienen auf Höhe des ohnehin umzugestaltenden Bahnhofs vor. Eine solche Brücke zwischen Hochschulberg und dem Stadtzentrum – über die trennende Stadtautobahn und Schienen hinweg - wäre nicht nur baulich und funktional von Bedeutung, sondern würde als Design-Highlight auch eine emotionale Verbindung zwischen Coburgs Studenten und Bürgern herstellen. Auf der Brücke soll dazu in großen Lettern auf die Hochschule hingewiesen werden.

• Zudem fordern wir eine Zusammenarbeit der Stadt mit der Hochschule zur Lösung des immensen Parkraummangels an der Hochschule.


• Wir fordern die Schaffung von mehr Studentenwohnungen – bevorzugt im Stadtzentrum, um mehr studentisches Flair in die Innenstadt zu tragen. Wir schlagen hierzu ein studentisch geprägtes Viertel im Bereich Steinweg/Lohgraben/Hindenburgstraße vor. Neben räumlich und preislich passenden Wohnungen sowie einer guten Busanbindung an die Hochschule sollte das lange völlig vernachlässigte Gebiet dafür auch eine gestalterische Aufwertung erfahren. Hierzu könnte der Hahnfluss streckenweise renaturiert werden. Zahlreiche Fußgängerbrücken, Begrünungen und Verweilmöglichkeiten würden dem Bereich einen neuen Charme verleihen.

• Die Itz bedarf einer grundlegenden Aufwertung zur besseren Wahrnehmbarkeit und Nutzung in der Stadt. Hierzu sollte die Stadt mehr Mut an den Tag legen bei der Umsetzung einiger der von Studenten vorgelegten Ideen (z.B. Stadtstrand, Flusskaffee).

• Wir wollen eine nachhaltige und langfristige Neustrukturierung der Benno-Benz-Anlage.

• Wir halten zugleich an dem Ziel der Errichtung eines Tagungszentrums am Anger und der Schaffung geeigneter Hotelkapazitäten fest. Zudem begrüßen wir private Initiativen in diesem Bereich.

• Wir fordern den Erhalt und die Aufbesserung von Bolz- und Sportplätzen (z.B. Hintertornetze).

• Die noch freien Flächen auf der Lauterer Höhe sollen schnell entwickelt und innenstadtverträglich genutzt werden. Eine Verlagerung der Einkaufsmöglichkeiten auf die Grüne Wiese lehnen wir generell ab.

• Für das ca. 220.000 m² große (!) BGS-Gelände muss langfristig gemeinsam mit dem Bund eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Der stetige Verfall der Gebäude ist keine solche Lösung. Beispielsweise könnten in Zusammenarbeit mit der Hochschule kreative Nutzungskonzepte entwickelt werden.

• Wichtig, insbesondere auch zur Schaffung besserer Voraussetzungen für Telearbeitsplätze, ist die Fortsetzung des Ausbaus des Glasfasernetzes für das schnelle Internet. Ein kostengünstiger Breitbandinternetanschluss, der sowohl das schnelle Empfangen, wie auch das gleichzeitige Senden großer Datenmengen ermöglicht, ist von weitreichender Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit Coburgs. Telearbeit ist ein Schlüssel zu familienfreundlichen Arbeitsbedingungen und zur Verkehrsentlastung. Coburg sollte dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.

Umweltfreundliches Coburg

Umwelt und Gesundheit haben hohe Priorität! Der alte Gegensatz zwischen Urbanität und Ökologie muss mit kreativen, innovativen Konzepten überwunden werden.
• Durch neue Ideen der Wissenschaft (z.B. die bereits laufende Entwicklung neuer Treibstoffe an der Hochschule), der Umsetzung ökologischer Standards durch die Stadt (z.B. bei öffentlichen Bauten) und ein neues Bewusstsein der Bevölkerung (z.B. Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe) sollte Coburg zu einem ökologischen Vorreiter werden.

• Verrohrte Flüsse und Bäche im Stadtgebiet (insbesondere der Hahnfluss) sollten als grüne Lungen der Stadt soweit wie irgendwie möglich renaturiert werden.

• Wir fordern die Umsetzung des Coburger Klimaschutzkonzeptes. U.a. müssen die Altbausanierungen in der Innenstadt einschließlich Maßnahmen zur Wärmedämmung etc. fortgeführt werden.

• In Bebauungsplänen sollten umweltrelevante Faktoren wie insbesondere die solarfreundliche Ausrichtung der Dachflächen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

• Energie noch effizienter einzusetzen und zu sparen ist angesichts der Energiewende dringend geboten – auch für die städtischen Einrichtungen.

• Wir fordern die Einführung einer Mülltrennung im öffentlichen Bereich sowie insbesondere eine konsequente Müllvermeidung und Verbrauchssenkung durch neue Prozessabläufe und Technologien z.B. eine tatsächliche Senkung des Papierverbrauchs durch elektronische Verfahren.

• Teilweise besteht auch ein Mangel an Mülleimern – z.B. an öffentlichen Plätzen und in Parks. Diese Situation führt zu Verunreinigungen und ist deshalb zu ändern. Denn Sauberkeit gehört zur Lebensqualität. Auch hier wäre in Teilen eine Vorsortierung möglich – so wie es die Deutsch Bahn macht. Zusätzlich wären Flaschenhalter an der Außenseite für Pfandsammler wünschenswert.

• Vor ca. 50 Jahren wurde in Coburg das Demonstrativbauvorhaben (Demo/Heimatring) als damals innovatives Stadtviertel unter Anwendung der neuesten baulichen Kenntnisse und unter Berücksichtigung damals besonders relevanter Ziele umgesetzt. Ein halbes Jahrhundert später ist es Zeit für ein neuartiges Demonstrativbauvorhaben u.a. unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte. Hierzu könnte für die zum Glück immer größer werdende Zahl ökologisch besonders bewusst lebender Menschen ein Baugebiet beispielsweise auf einem bisherigen Brachgebiet (z.B. BGS-Gelände) ausgewiesen werden. Weitgehend dezentrale Strom- und Wärmeversorgung und spezielle Vorgaben und Anreize zu ökologischen Aspekten - u.a. zur Energie- und Wassereinsatzeffizienz, Baustoffverwendung und zu Grünflächenanteilen wären einzuplanen. Auf diesem Areal könnten ökologische Pioniere gemeinsam ein wegweisendes Vorzeige- und Beispielprojekt verwirklichen.

• Angesichts der Erkenntnis, dass Coburg Geburtsstadt des Elektromobils ist, wäre es an der Zeit, der Elektromobilität neuen Schwung zu geben durch die Umsetzung eines intelligenten Elektro-Car-Sharing-Konzeptes als Pilotinstallation in Coburg. Dies reicht von intelligenten Park-/Ladeinfrastrukturangeboten bis hin zu familienfreundlichen Nutzungskonzepten (z.B. zeitweisem Ausleihen von Elektro-Kleinbussen)

Pulsierendes Coburg - Bewegung muss sein

Intakte Verkehrswege sind die Adern unserer Infrastruktur. Nur mit intelligent ausgerichteten Verkehrswegen laufen die Kreisläufe in unserem Alltag rund.
• Immer wieder machten wir uns stark für das Anruf-Sammel-Taxi (AST). Das AST ist ein großer Erfolg, den es zu erhalten gilt. Beispielsweise können Jugendliche am späteren Abend oder auch Kirchenbesucher am Sonntagvormittag trotz des nicht vorhandenen Busangebotes durch das AST kostengünstig befördert werden.

• Wir werben für eine Stärkung des Bahnknotenpunktes Coburg, da die Stadt das wirtschaftliche Oberzentrum der Region ist und seine geographische Randlage verloren hat. Der geplante ICE-Halt muss unbedingt langfristig gehalten werden. Auch durch ausreichende, leicht zu erreichende und kostengünstige Parkmöglichkeiten sind hinreichend Fahrgäste hierfür zu gewinnen.

• Das Vorhaben „Verkehrslandeplatz“ muss forciert werden, um die Anforderungen, die global agierende Unternehmen an die Luftanbindung stellen, zu erfüllen. Wir stehen für die dringend notwendige Anbindung unserer Region an den Luftverkehr und begrüßen das Planfeststellungsverfahren zur Machbarkeitsprüfung. Scheuklappen aus Eigennutz schaden der Zukunft der jungen Menschen.

• Auf unseren Straßen ist eine bessere Abstimmung der Ampelschaltungen anzustreben. Auch intelligente Sensortechnik sollte eingesetzt werden, um ein schnelleres Fortkommen zu ermöglichen. Das Busbeschleunigungssystem muss optimiert werden. Bei zukünftigen Straßenbauprojekten sind Kreisellösungen vorzuziehen.

• Unsere Forderung nach der Einführung eines modernen Parkleitsystems in Coburg wurde weitestgehend umgesetzt. Teilweise sind noch Ergänzungen wünschenswert.

• Außerdem fordern wir kostenlose Kurzzeitparkmöglichkeiten in den Parkhäusern, denn Parkgebühren stellen einen Wettbewerbsnachteil der Innenstadt gegenüber den Einkaufszentren auf der „Grünen Wiese“ dar.

• Die zur Erschließung der östlichen Innenstadt längst erforderliche Schlossplatztiefgarage ist zusammen mit der anstehenden Theatersanierung umzusetzen. Die persönlichen Eitelkeiten einzelner Akteure der etablierten Coburger Lokalpolitik aus jahrzehntelangem Streit um dieses Projekt sind abzulegen.

• Gravierende Parkplatzprobleme in einigen Bereichen des Stadtgebietes sind langfristig anzugehen. Gegebenenfalls können sie an einzelnen Stellen durch moderne Methoden wie dem automatischen Parkhaus (Parkregal) gelöst werden.

• Des Weiteren fordern wir preiswerte Mobilität für junge Menschen. Die Senkung der Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel – insbesondere für überproportional teure Einzelfahrten – ist erstrebenswert. Sie dient als Anreiz für die Bürger, durch den Umstieg vom Pkw auf Bus und Bahn das Verkehrsaufkommen auf ein allgemein verträgliches Maß zu reduzieren. Zu diesem Zweck fordern wir des Weiteren die Einrichtung von Ausleihstationen für Elektrofahrräder.

• Die Umgebungen der Autobahnabfahrten sind ansprechender zu gestalten, um Besucher anzulocken.

• Die geplante Verbindungsbrücke von der B4 zur Arena auf der Lauterer Höhe soll nicht weiter verfolgt werden. Die Zeit für teure Prestigeprojekte ist vorbei. Der frei werdende Streifen ist zu bepflanzen.

• Wir fordern nach nunmehr 30jähriger Wartezeit einen schnellen Ausbau der B4 im Nadelöhr Weichengereuth.

• Zur Lösung des Verkehrschaos an der Kreuzung Obere Anlage/Steingasse benötigt es eines intelligenten Ansatzes, z.B. einer Fußgängerunterführung.

• Der Winterdienst ist zeitnah wieder in die Lage zu versetzen, Coburgs Straßennetz in ausreichendem Maße von Schnee und Eis zu befreien. Vereiste Straßen führen zu enormen Risiken und großen wirtschaftlichen Schäden.

• Ein funktionierendes Baustellenmanagement soll das regelmäßige Verkehrschaos in Coburg entschärfen.

Arbeit in Coburg

Grundvoraussetzung für die Schaffung von Arbeitsplätzen ist eine gesunde und stabile Wirtschaft. Sie gründet sich auf liberalen Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Unsere Aufgabe muss es sein, gerade Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich bestmöglich auf die Anforderungen des zukünftigen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen richten sich auf das Ziel, die Attraktivität der Stadt Coburg als Wirtschaftsstandort nachhaltig zu steigern.

• Die Intensivierung von Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche ist nachdrücklich zu verfolgen. Ziel ist es, allgemeine Grundvoraussetzungen zu schaffen, die den Betroffenen den Einstieg in Ausbildung und Berufsleben erleichtern. Der Förderung und Schaffung innovativer Ausbildungsberufe, die den veränderten Bedingungen am Arbeitsmarkt angepasst sind, ist in besonderem Maße Sorge zu tragen. Jungen Menschen muss eine realistische Chance gegeben werden, auch nach dem Schulbesuch, dem Studium oder der Ausbildung in der Heimatregion zu verbleiben.

• Die Betriebe sollen zu ihrer Verantwortung stehen und die Auszubildenden nicht nur als preiswerte Arbeitskräfte nutzen, sondern sie nach Beendigung der Ausbildung in Festanstellungen übernehmen bzw. den Azubis bei der Stellensuche nachhaltig behilflich sein.

• Die Studiengänge der Hochschule bringen z.B. in den Bereichen Design, Automobiltechnologie, Informatik und Gesundheitswesen hervorragend ausgebildete Fachkräfte hervor. Die Wirtschaftsförderung soll sich nach Kräften bemühen, in diesen Bereichen Unternehmen zu halten und anzulocken.

• Vor allem ein besserer Dialog von Stadt und Wirtschaft sowie aber auch mehr Kompetenzen für die Wirtschaftsförderung sind dringend erforderlich

Freizeit in Coburg

Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, dass Coburg noch stärker als Anziehungspunkt für Menschen dient. Hierzu ist auch ein ausreichendes Maß an Freizeitangeboten unumgänglich.
• Coburg braucht eine größere innenstadtnahe Diskothek für junge Menschen. Wir regen an, dass die auf der Lauterer Höhe geplante Großraumdisko auf dem Angerareal oder in der Umgebung angesiedelt wird (evtl. unterirdisch oder bei Güterbahnhof). Auch eine Anbindung an die langfristig vorgesehene Tagungshalle wäre sinnvoll. Man könnte so Infrastruktursynergien nutzten. Die Disko wird in der Regel erst am späten Abend besucht. So könnten die Menschen vor ihrem Diskobesuch noch in die Innenstadt gehen. Außerdem kann eine Konzentration der abendlichen Freizeiteinrichtungen eine bessere Bus- und Taxianbindung ermöglichen. Für viele wäre die Disko zudem dann in Laufweite. So könnte man auch dem Problem „Alkohol am Steuer“ entgegen wirken.

• Als Junge Coburger nehmen wir sowohl den Wunsch junger Menschen zu feiern ernst wie aber ebenso auch die Nöte der Anwohner und Geschäftsleute in Bezug auf deren Belastungen. Schlägereien, Vandalismus und Lärmbelastung sind nicht hinzunehmen. Hier sind klare Grenzziehungen und konsequentes Vorgehen nötig. Bei den besonders im Steinweg aufgetretenen Auswüchsen sehen wir die Lösung in einem gesunden Mix an Maßnahmen (Jugendarbeit, Kontrollen und Sanktionen). Wir stellen uns klar gegen eine Sperrzeitverschärfung, da wir davon ausgehen, dass sie keine Verbesserung erbringen würde. Mit unserer geforderten Großraumdiskothek kann die Konzentration von Menschenmassen im Steinweg in der Nacht entschärft werden. Die Stadt sollte sich daher um die Ansiedlung alternativer Angebote bemühen.

• Im hinteren Steinweg konzentriert sich ein Großteil der Coburger Gastronomie für ein jüngeres Publikum. Dieser Bereich sollte aufgewertet werden. Insbesondere auch tagsüber muss der Steinweg als Einkaufsstraße attraktiver gestaltet werden. Die belebte Innenstadt darf nicht schon am Spitaltor enden! Die schon lange versprochene Umgestaltung des Bereichs Post/Steinweg muss endlich in die Tat umgesetzt werden (siehe Abschnitt Menschengerechte Stadt).

• Der mobile Jugendtreff, früher „Domino-Bus“ genannt, soll wieder eingesetzt werden. Der Bus fuhr früher alle Stadtteile ab und war eine beliebte Anlaufstation für die Jugendlichen.

• - In der Regel liegen unsere Spielplätze sehr weit voneinander entfernt. Um diesem entgegenzuwirken, setzen wir uns dafür ein, dass die Spiel- und Bolzplätze nicht mehr als 500 m auseinander liegen. Damit diese leichter erreichbar sind, möchten wir uns um eine bessere Beschilderung bemühen.

• Der Goldbergsee soll auch als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung dienen. Die bereits geplanten und gegebenen Möglichkeiten, zu campen (allerdings mit geeigneter Infrastruktur) und Boote auszuleihen, sollten durch zusätzliche attraktive Angebote erweitert werden, wie z.B. Floßfahrten und Sportanlagen. Bemühungen, ein Seekaffee anzusiedeln, sind zu unterstützen.

• Es sind mehr Jugendevents in die Stadt zu holen. Der Konzert-Sommer sollte durch ein breites Angebot im Herbst/Winter ergänzt werden.

• Wir können uns längerfristig auch eine Inlinerbahn und Eishalle vorstellen.

• Die Stadt soll sich intensiv um die Ansiedlung einer attraktiven Jugendherberge in Coburg bemühen und dazu mit dem Deutschen Jugendherbergswerk zusammenarbeiten. Wir schlagen vor, eine solche Einrichtung im noch umzusetzenden Sportpark-Nord anzusiedeln, der bei richtiger Ausgestaltung ein äußerst attraktives Umfeld darstellen würde.

• Das Sportzentrum im Norden Coburgs gegenüber dem Schwimmbad sollte langfristig um einen Strand an der u.a. für eine Kanu- und Ruderstrecke ausgebauten Itz erweitert werden (aufgrund der Wasserqualität ohne Bademöglichkeit, aber mit dem entsprechenden Flair). Es sollen hier auch ein Beachvolleyballplatz, sowie eine Itz-Promenade und eine Bar angesiedelt werden. Wie in einem Fitnessstudio sollte auch bei einem Sportpark die Möglichkeit gegeben sein, nach dem Sport noch mit seinen Sportkollegen gemütlich beisammen zu sitzen.

Liebenswerte Residenzstadt - Coburg ist jede Reise wert!

Viele der genannten Punkte dienen auch dem Tourismus. Jedoch sind auch hier spezifische Maßnahmen nötig.
• Schließlich benötigt unsere Stadt ein Tourismuskonzept, welches geeignet ist, die Schönheiten unserer Stadt einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit einem E-Bike-Tourismuskonzept mit Navi-Guide und Radverleihstationen könnte dem neuen Freizeittrend Rechnung getragen werden. Zudem fordern Bemühungen zur Ansiedlung ein Bike&Breakfast-Hotels an einer Radroute entlang Coburgs historischen Plätzen.

• Identität und Heimatverbundenheit sind Werte, die dazu beitragen, dass weniger Menschen wegziehen. Daher müssen wir diese Werte fördern. Coburg versteht sich auch als weltoffene „Europastadt“ mit einer global bedeutsamen Historie. Dies sollte verstärkt für den Tourismus genutzt werden. Jeder Tourist lässt bundesweit im Schnitt 60 EUR in der Stadt. Hierfür sollten wir teilweise völlig unbekannte Attraktionen stärker herausstellen.

• Die Gegenstände des Stadtmuseums sollten öffentlich zugänglich gemacht werden, ohne dabei den Kostenrahmen zu sprengen.

• Die Veste Coburg ist weit über die Stadtgrenzen als "Fränkische Krone" bekannt. Leider sind wir in der Außendarstellung zu wenig stolz auf dieses historische Bauwerk. Neben einer - insbesondere bei Großveranstaltungen - durchgängigen und bei entsprechenden Anlässen wie Samba bunten Beleuchtung der Veste fordern wir auch eine Beleuchtung des Weges. Das ganze Jahr über ist der Aufgang durch den Hofgarten unbeleuchtet. Spaziergänger, Freizeitsportler und nicht zuletzt Touristen könnten dann auch in den Abendstunden den Auf- bzw. Abstieg durch den Hofgarten bewältigen und somit den Charme des gesamten historischen Areals von der Ehrenburg bis hin zur Veste nutzen.

• Die finanzielle Unterstützung für die Therme Natur in Bad Rodach muss in ein Gesamtkonzept für einen zukunftsfähigen Tourismus der Region eingebunden werden – z.B. bei der Abstimmung von Werbeaktionen.

• Das Coburger Land braucht ein in sich stimmiges Gesamtkonzept, um seine Tourismuspotentiale endlich auszuschöpfen. Hierzu gehört auch, dass die Vorzüge und Angebote der Region sowohl für Touristen als auch für Einheimische deutlicher hervorgehoben werden.

• Offensive zielgenaue Werbemaßnahmen sind nötig - z.B. zielgruppenspezifische Werbung bei Festivalbesuchern, Studenten des Pfingstkongresses sowie Tagungsgästen zur Anregung erneuter Reisen in die Region.
- Des Weiteren fordern wir die Aufnahme eines städtischen „Tourismuspreises“ unter den ansässigen Händlern bzw. Gaststätten, um dort schlummernde Gestaltungspotentiale zu wecken.

Den Jungen eine Chance! ** Auch Politische**

Als eine mögliche Einsparung schlagen wir die Reduzierung der Coburger Eigenheimzulage vor. Einst machten wir uns als erste Gruppierung stark für diese daraufhin eingeführte Förderung. Nach wie vor sind wir von ihrer Richtigkeit überzeugt. Jedoch denken wir, dass das Instrument zur Anlockung junger Familien trotz einer Senkung der Förderbeträge wirksam bliebe. Wenn sich die Finanzsituation später entspannen sollte, wäre eine Anhebung wieder ohne Probleme möglich. Wir wollen mit diesem Schritt auch ein Signal an andere Gruppierungen geben, liebgewordene Projekte zu überdenken.
Das Amt des dritten hauptamtlichen Bürgermeisters ist finanziell nicht mehr vertretbar und daher abzuschaffen.
Wir sind uns bewusst, dass unsere Forderungen trotz der genannten Sparvorschläge nicht von heute auf morgen erfüllt werden können. Dennoch halten wir es für dringend erforderlich, mehr für die junge Generation in Coburg zu tun, um diese dazu zu bewegen, der eigenen Heimat wieder positiver gegenüber zu stehen.
Wir stehen für eine ehrliche Politik! Wir sind klar gegen das Aussitzen von Bürgerentscheiden! Wir sind wählbar für jung und alt!

Daher ergeht unsere Bitte an Sie: Geben Sie neben den stark dominierenden etablierten Politikern auch der jungen Generation eine deutliche Stimme im Stadtrat!
Denn neben älteren erfahrenen Politikern bedarf es endlich auch einiger junger Volksvertreter, die
- die Dinge unvoreingenommen sehen
- einfallsreich denken
- zukunftsorientiert handeln.

Rechtliches